One Of These Days

Senara’s (entspannte) Meckerecke

Archiv für Juni, 2007

Wut

Achtung totaler Ausbruch: Ich warte jetzt schon seit fast 2 verf*** Monaten auf meine Berufsurkunde, die von der Stadt ausgestellt werden muß, was ja ansich schon eine Frechheit ist. Aber sei’s drum. Die absolute Höhe ist allerdings, was sich die A***geige von Zusteller (PIN Mail?!) erlaubt hat. Da steht extra groß auf dem Umschlag: Bitte nicht knicken „Urkunde“! drauf. Ja ratet mal was geknickt in meinem Briefkasten gequetscht wurde!!! Das besch**** Ding kostet mich allein ja schon 50 Euro. Soll ich das jetzt nochmal beantragen oder was? Wie soll ich mich mit der geknickten Urkunde denn bewerben? Ich könnte so dermaßen kotzen. Wenn mir der Mensch zwischen die Finger kommt, Gnade ihm wer-auch-immer, aber ich bestimmt nicht!!!!

Eine kleine Ergänzung zum Thema über die ich nur lachen kann. Ich zitiere von der Seite der PIN Mail:

„Einen Brief zuverlässig an sein Ziel zu befördern, verlangt eine exakt abgestimmte Logistik. Eine intelligente Prozesssteuerung, bei der die einzelnen Arbeitsschritte reibungsfrei ineinander greifen, und das nötige Maß an Hightech, um Vorgänge zu beschleunigen und zu automatisieren.
Und nicht zuletzt braucht man Menschen, die mithelfen, diese logistische Meisterleistung zu bewerkstelligen. Deshalb investiert PIN in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter, denn Kompetenz wird bei uns groß geschrieben.

Ein dichtes Netz an gut ausgebildeten Mitarbeitern und Zustellern, beständige Investitionen in intelligente Technik und eine Prozesssteuerung, die diese Technik optimal einbindet, sind unsere Erfolgsfaktoren im Wettlauf gegen die Uhr.

Der Lohn unseres Einsatzes – in Zahlen: eine Rückläuferquote von weniger als 2 Prozent und eine Reklamationsquote von unter 0,03 Prozent.

In Worten: zufriedene Kunden“

Ausnahmsweise mal ein wenig Politik

Ich äußere mich eigentlich ungern öffentlich zu politischen Themen, aber bevor wir in Orwell’s 1984 landen möchte ich diesen Link weiter empfehlen.

http://www.vorratsdatenspeicherung.de/component/option,com_frontpage/Itemid,1/

Idioten überall

Es ist doch echt zum Erbrechen. Sobald das Wetter nur ein bißchen umschwingt ist keiner mehr fähig Auto zu fahren. Alle drehen am Rad: Entweder wird gedrängelt oder man schleicht nur so durch die Gegend. Ich will nicht verschweigen daß ich in diesem Sinne auch kein Kind von Traurigkeit bin. Wo 50 als Richtgeschwindigkeit steht bin auch gerne mal ein *räusper* paar km/h schneller, aber auch nur wo es Sinn macht. Und niemanden gefährdet. Vier Fahrzeuge vor mir meinten aber daß das alles egal ist. Bei einem Abstand von geschätzten 3 Metern fuhren, nein rasten sie dahin. Da ist mit bremsen auch nichts mehr getan wenn sich der 1. in der Reihe dafür entscheidet. Das Ende vom Lied meist ein Stau (mal abgesehen vom Unfall), da ja alle folgenden Autos schließlich auch bremsen müssen. So auch ich. Ich hab es ca. 50 cm hinter dem vor mir stehenden Auto in den Stand geschafft. Mit qualmenden Reifen. Hinter mir war zum Glück keiner mehr. Dazu ist zu sagen daß der nette Herr vor mir vorher schon mal versucht hatte alle im Gegenverkehr zu überholen. Nebenbei: Die Straße ist schon 2-spurig… Wie auch immer, ich bin dann fröhlich pfeifend dran vorbei gefahren. Nen knappen Kilometer weiter geht schon wieder Streß los. Die linke Spur blockiert weil jemand abbiegen will. So weit so gut, ich war ja eh rechts (fahrend, nicht politisch!) Da klebt plötzlich etwas an meiner Stoßstange und regt sich auf weil ich bremse. Kaum an der Kolonne vorbei zieht dieses Etwas an mir vorbei auf die linke Spur und brettert im Slalom mit ca. 90 bis 100 Sachen um andere Autos herum und am Klinikum (!) vorbei. In diesem Moment konnte ich nicht anders. Mein Mitterfinger verselbstständigte sich. Und mein Kopf dachte: Wir treffen uns am nächsten Baum. Alles in allem vergeht mir die Lust am Auto fahren immer mehr. Ich kann nur hoffen daß durch die Bremsaktion meine ohnehin schon durcheinander gewirbelten Halswirbel (Ha, Wortspiel…) jetzt wieder in der richtigen Reihenfolge sind. Aber die Kopfschmerzen singen ein anderes Lied…

Zähmung der Technik

Ja, wer hätte es gedacht, die Waschmaschine ist gezähmt. Die Arbeitsplatte tut ihren Dienst besser als ein Ehering und nix wandert mehr. Meine Wäsche bleibt allerdings weiterhin verschollen. Naja, man kann ja nicht alles haben. Zusätzlich ist es nämlich so daß mein „neuer“ Fernseher zickt. Meine DVB-T Box mag er gar nicht, den DVD-Player nur bedingt und den Viedeorekorder sehr. Ich sollte meinen Job aufgeben und stattdessen Elektrogerätepsychologe werden. Aber wer bezahlt schon dafür? Andererseits, in einer Welt in der man sein Auto heiraten kann (könnte auch ein Gerücht sein)… Warum nicht? Ich denke mal ich werde mich, wenn mein Vertrag ausläuft, mal wieder mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen und die Möglichkeit einer Selbstständigkeit besprechen. Ich kann nur hoffen daß ich nicht wieder an den netten Herrn gerate der mir davon abgeraten hat mich am Klinikum für die Ausbildung zu bewerben. Wenn es nach ihm ginge wäre ich wahrscheinlich heute noch Aushilfsweise im Einzelhandel tätig…

Neues von der Waschmaschine

Dank Juvi gibt es seit längerem eine neue Theorie. Meine Waschmaschine ist ein Stalker. Zur Erklärung: Bei mir verschwinden keine Socken, so wie man es normalerweise von den Maschinen erwartet. Es gibt da ja schließlich das Fusselmonster oder so ähnlich (dunkle Kindheitserinnerung…) Bei mir verschwindet Unterwäsche. Also hat Juvi messerscharf geschlossen, daß die Waschmaschine selbige einbehält, vor dem Waschgang logischerweise, weil ist ja dann gebraucht. Und beim Schleudergang versucht sie in mein Schlafzimmer zu gelangen. Aber ich hab dem nun entgegen gewirkt und ihr eine neue Spielgefährtin besorgt. Die Spülmaschine. Und wenn das nicht reicht werde ich die beiden eben über eine Arbeitsplatte aneinander fesseln müssen. Zusammen mit allem anderen Inventar der Küche. Wenn man demnächst also nichts mehr von mir hört bin ich via Arbeitsplatte im Schleudergang an die Wand gedrückt worden und dabei jämmerlich zugrunde gegangen…

Nee, das ist mir zu gruselig. Ich hab da auch noch ne andere Theorie. Mein Bruder war vor einiger Zeit mit seinem besten Freund bei mir. Mit letzterem hatte ich vor einiger Zeit mal ein Gespräch über die wahren Gründe seiner Freundschaft zu Dennis… Auch hierbei ging es um gebrauchte Wäsche… Hmm, und seitdem ist die Unterwäscheverschwindequote auch ziemlich gestiegen… Werde dem nachgehen müssen. Ich hoffe nur daß sich Christian und die Waschmaschine nicht zusammengetan haben. Vielleicht gibt es dann eine direkte Verbindung von meiner Wohnung nach Selfkant… ?!Hmmmm…..

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin (25.-27. Mai 2007)

Freitag Mittag war es endlich so weit. Wir, also Robert und ich, haben uns auf den Weg nach Berlin gemacht. Uns begleiteten mehrere tausend Fußballfutzis…. Wenn man sich so sehr von Fußball fern hält wie ich, kriegt man leider nicht immer ganz mit, welche Orte man zu welcher Zeit meiden sollte… Freitag war es die A2. Normalerweise braucht man nach Berlin so um die 5 Stunden. Je nach Fahrer. Wir sind punkt zwölf los und waren abends um neun da. Und die Überraschung war groß, denn es handelte sich um ein Hotel mit 4 Sternen und, viel wichtiger, einem Whirlpool!!! (An dieser Stelle nochmals herzlichsten Dank an meinen Papa! Ich meld mich wenn wir mit der Küche durch sind!) Nach Entdeckungstour durchs Hotel und den kleinen Vorort von Berlin, Hennigsdorf hatten wir erst mal mächtig Kohldampf und sind zu Mc… einem bestimmten Fast-Food Restaurant gefahren. Dann war auch schon elf und wir dachten uns wir gehen mal besser schlafen wenn wir den nächsten Tag durch Berlin streifen wollen. Schlafen war aber nicht so einfach, da es verdammt heiß war. Man hätte natürlich auch die Heizung aus machen können, die irgendein Trottel angemacht hatte… Naja, wollen wir mal nicht zu hart ins Gericht gehen, denn der Regler war auch ziemlich im Eimer. Da hat sich alles mit gedreht was zu drehen war. Aber nach kurzer Knobelei hab ich das Problem, nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Morgen beseitigt.

Nach dem bombastischen Frühstücksbuffet mit frischem Obst, gebratenem Speck etc. haben wir uns in den Kampf mit den Öffis gestürzt und sind nach einer dreiviertel Stunde in der „Friedrichsstraße“ angekommen. Von da hat ein netter älterer Herr uns den Weg bzw. die Bahn zum „Alexanderplatz“ gewiesen. Am Funkturm hatten wir erst mal ne Diskussion ob wir da hoch wollen. Prinzipiell natürlich schon, aaaaber bei einer Wartezeit von einer geschätzen Stunde und einem Preis von 8,50 Euro für einmal Aufzug fahren haben wir erst mal davon abgesehen und sind quer über den Alexanderplatz in Richtung „Unter den Linden“ gelatscht und damit den ganzen Weg Richtung „Brandenburger Tor“… Anfangs war das auch ganz nett. Haben bei diversen Museen halt gemacht. Dank der Eintrittpreise aber weder den Dom noch das Ägyptische Museum besucht. Man merkt echt daß Berlin pleite ist… Aber das deutsche Museum haben wir uns gegeben. Welch eine Informationsflut! Am Ende bin ich die Reihen nur noch zombiemäßig entlanggeschlichen. Etwa drei Stunden später ließen wir uns auch mal wieder im Sonnenlicht blicken und setzten den Weg zum „Brandenburger Tor“ fort. Je näher wie selbigem kamen desto mehr betrunkene, rot-weiß gekleidete Menschen verfolgten uns. An dem Punkt fiel Robert dann ein daß das DfB-Pokalspiel in Berlin stattfand. Das Tor haben wir uns dann quasi auf Distanz angesehen und sind in Richtung Bundestag abgebogen, wo ich feststellte daß ich einen Sonnenbrand bekommen hatte. Aber keine Angst, ich bin jetzt nicht braun 🙂 Am Kanzleramt vorbei sind wir dann zur „Siegessäule“ getapert. Mittlerweile mit Hunger bis unter den Armen und eigentlich keinen Bock mehr auf laufen. Aber es waren weder Busse noch Bahnen in Sicht. An der Säule angekommen gab es den nächsten Schock: Selbst dafür will man in Berlin mittlerweile Eintritt haben. Unglaublich. Wir haben dann die nächste Bus- oder Bahnstation gesucht und kamen am Zoo aus. Wir haben gar nicht erst nach den Eintrittspreisen geguckt und auch die ganzen „Unser Knut ist ja soooo toll“- Shirts und Taschen und was-weiß-ich ignoriert. Stattdessen haben wir uns in einer Nebenstraße endlich mal gesetzt. Und zwar in ein Restaurant namens „Torro Negro“. Klingt spanisch, war aber der Musik nach eindeutig türkisch. Dann verdunkelte sich der Himmel und das Unwetter brach los. Keine 2 Minuten vorher waren wir nach drinnen evakuiert worden. Das war der heftigste Hagelsturm den ich seit… öh… ca. 1997 in Frankreich erlebt habe. Nach dem Essen haben wir im Regen versucht eine kleine Shoppingtour hinzulegen uns dann aber doch langsam für die Heimreise entschieden. Zum Hotel versteht sich. Vor Ort hatte Robert wieder Hunger und wollte noch ins Restaurant. Ich hatte nen Salat. (So langsam wird es langweilig was?) Und dann: WHIRLPOOL, whoohoo!!! Und noch mehr whoohoo als ich endlich im Bett lag und, dank nicht aufgedrehter Heizung tatsächlich schlafen konnte!

Sonntag begann wieder mit Buffet und Fahrt nach Berlin rein. Ach ja, und gepackt hatten wir auch schon, weil auschecken ist ja immer spätestens Mittag… Wir sind den ganzen Tag die ehemalige Mauer entlang gerannt und mein persönlicher Höhepunkt von Berlin: ein 3-kugeliges Eis von Häagen Dasz… Ich sabber immer noch! Ich hab dann allerdings auch erst gegen 9 abends wieder Hunger gekriegt. Und das ist auch der einzige Grund warum ich erwachsen geworden bin (mal abgesehen davon daß man eh keine Möglichkeit hat was dagegen zu unternehmen). Man kann selber entscheiden ob man Fleisch zu Mittag ißt oder was vernünftiges wie ein Eis 🙂 Aber wo war ich?! Achja, wir wollten dann zum jüdischen Museum, was wir uns auch nur von außen angesehen haben. Den Karneval der Kulturen haben wir wegen erneut drohendem Unwetter und zu vielen Menschen dann auch mal ausgelassen und haben uns gegen 16 Uhr mal auf den Weg gen Essen gemacht. Und haben tatsächlich nur 5 Stunden gebraucht.