One Of These Days

Senara’s (entspannte) Meckerecke

Archiv für September, 2007

Schon wieder ein Wochenende um

Ich hatte ja, mehr oder weniger ausführlich, über das letzte WE berichtet. Als einen der wenigen Kommentare bekam ich eine mail von meinem Vater mit folgendem link http://www.youtube.com/watch?v=QXs3GzsDb2U Hmm, was soll ich davon jetzt halten?! Naja, ich halte mich auch hier an den Kommentar meines Vaters: Nicht so ernst nehmen 🙂 Ich frage mich allerdings ob er hier Kameras installiert hat…

Abgesehen davon war ich am Freitag beim Friseur. Jupp, die alten Zöpfe sind ab wie man so schön sagt. Jetzt hab ich das übliche Problem: Wie krieg ich die Haare so hin, wie es der Friseur geschafft hat. Naja, aber es geht auch so. Hab’s bisher schließlich immer irgendwie geschafft.

Verdrängen = Verarbeiten?!

Achtung, hochphilosophisch. Oder auch nur verwirrt. Ich versuche mich zu sortieren. Die Frage die ich mir stelle ist: woran erkenne ich, ob ich etwas wirklich verarbeitet habe oder ob ich es nur verdrängt habe? Klar, Verdrängtes holt einen auf irgendeine Weise immer wieder ein. Ob man es bewußt mitkriegt oder es unterbewußt abläuft ist dann wieder eine ganz andere Sache. Aber heißt das dann, daß man die Dinge, die man verarbeitet hat einfach vergißt? Daß sie unwichtig werden? Läuft das dann nicht wieder auf Gleichgültigkeit hinaus?! Das kann doch auch nicht richtig sein. Ich weiß, ich kannte den Unterschied mal. Warum vergißt man die wichtigen Dinge immer dann, wenn man sie braucht? Und heißt das, daß ich die Verdrängung verarbeitet habe? Oder die Verarbeitung verdrängt? Hä? Schon gut, ich geh mal besser schlafen. Und wer war eigentlich der Blödmann, der behauptet hat: „Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus“?

Neues von der Front

Die Zeit rast… Gestern vor einem Jahr war meine/ unsere Examensparty. Und vorgestern war ich auf der Examensparty unseres Nachfolgekurses. Die haben eine ähnliche Quote wie wir: Alle bis auf einen sind durchgekommen. Das war natürlich auch der erste den ich getroffen und dem ich gratuliert habe. Fettnäpfchen ahoi, ich kann es noch… Aber er versicherte mir daß er der einzige wäre. Tja, von wegen. Es gibt da noch das Mädel das sich während der Prüfungen lieber im Krankenhaus rumtrieb. Mit ihrem 6. Hörsturz oder so… Fettnäpfchen die 2. Ich hab mich dann lieber mit nem Bier an die Theke verzogen bevor ich noch mehr offene Wunden treffen konnte. Insgesamt war es ein sehr lustiger Abend. Mal abgesehen davon daß ich die einzige aus unserem Kurs war, ich aus dem aktuellen Kurs niemand kenne und man mich ziemlich konsequent abgefüllt hat. Schande über mich: ich habe irgendwann zu allem getanzt. Notiz an mich selber „Nie wieder allein auf eine Party gehen.“ Aber diese Party mußte sein, wo ich doch selber etwas zu feiern hatte…:

*Rückblende* Vor 4 Wochen ungefähr saß ich völlig gefrustet hier rum und bereitete mich mental auf die Arbeitslosigkeit vor. Genaues wußte ich nicht, aber man geht ja mal vom Schlimmsten aus. Die Kollegen traten mir dauernd auf die Füße, ob ich denn nicht mal mit dem Chef gesprochen hätte und jeden Tag bin ich 20 Mal gefragt worden, ob ich denn schon ne neue Stelle in Aussicht hätte. Ich war kurz davor mir ein T-Shirt zu drucken auf dem fett „NEIN“ steht. Jedenfalls hatte ich dann irgendwann das Glück den Chef mal allein zu erwischen. Da er mich gerade lobte hab ich mir gedacht, jetzt oder nie und bevor ich wußte was ich tat hatte ich ihn gefragt wie es denn mit der Möglichkeit einer Verlängerung aussieht. Er schenkte mir ein T-Shirt auf dem fett „NEIN“ stand. Naja, ungefähr.

*Sprung 2 Wochen nach vorne* Freitag morgen, es ist Frühbesprechung. Wir sind ausgebucht und müssen Überstunden machen, blablabla. Ich knirsche mit den Zähnen und verfluche innerlich meinen Chef. So viel zum Thema ich werde nicht gebraucht. Nach der Besprechung sollte ich dann mal kurz mit ins Büro, wo mir der Chef mitteilte daß es ein Problem gäbe. Ich glaubte fest an die Patientin, die sich den Tag davor über mich beschweren wollte (mein Bewegungsbad ist nicht Osteoporosegerecht… nee, is klar) Und während ich mich auf meine Verteidigungsrede einstellte hörte ich die große Frage: Hätten Sie Lust eine 25-Stunden-Stelle bei uns zu machen?

*eine weitere Woche später* Tine, meine Abteilungsleiterin, kommt fluchend aus unserem Verwaltungsbüro. Die neue Praktikantin wird keine neue Praktikantin werden, da sie die Prüfung nicht geschafft hat.

*drei Tage später* Mein Chef quatscht mich von der Seite an: „Sagen Sie mal, hätten Sie gerne auch eine volle Stelle?“ Blackout meinerseits.

*Heute* Hihi. Hihihihi. Hihihihihihihihihi… ich werde bis Februar 2010 schon mal nicht arbeitslos sein. WOOHOO!

Die Zeit danach

Ein neues Wochenende, eine neue Stimmung. Absolute Entwarnung, es geht mir gut. Faszinierend und seltsam, aber mich freut es. Es tut gut zu wissen, daß es doch noch Menschen auf der Welt gibt, auf die man sich verlassen kann. Ich glaube man bezeichnet sie als Freunde 🙂 (huhu Juvi! huhu Sve!)

Und auch als Arbeitskollegen. Ja, auch für mich war das eine neue Erfahrung. Menschen, die sich nicht nur um sich selber kümmern, sondern die auch mitkriegen, wenn es der „neuen“ Kollegin mal nicht so dolle geht. Und die einem nicht nur Honig um’s Maul schmieren, sondern auch konstruktive Kritik üben können. Selbige habe ich angenommen und dementsprechend: Voilà, es geht mir gut. Am meisten geholfen hat mir die Aussage eines Kollegen, daß er früher nie Bock auf Verantwortung hatte, aber mittlerweile empfindet er es als „großartige Sache“. Männer können sich also doch ändern. Es besteht noch Hoffnung für menschliche Spezies! Und im Speziellen auch für mich. Kerls, nehmt euch in Acht, ich bin wieder solo!!!

Ohne Worte

Ich möchte an dieser Stelle nur einen Text von Porcupine Tree zitieren um mein Wochenende zu beschreiben.

Out at the train tracks
I dream of escape
But a song comes onto my iPod
And I realize it’s getting late

And I can’t take the staring
And the sympathy
And I don’t like the questions „How do you feel?“
„How’s it going in school?“
and „Do you wanna talk about it?“

Way out
Way out of here
Fade out
Fade out, vanish

And I’m trying to forget you
And I know that I will
In a thousand years, or maybe a week
Burn all your pictures, and cut out your face

The shutters are down and the curtains are closed
And I’ve covered my tracks
Disposed of the car
Trying to forget even your name and the way that you look
When you’re sleeping
Dreaming of this

Way out
Way out of here
Fade out
Fade out, vanish