One Of These Days

Senara’s (entspannte) Meckerecke

Archiv für März, 2008

Hurra, der Frühling kommt

Um selbiges zu zelebrieren habe ich heute mit dem Robert ne kleine Radtour veranstaltet. Es ist bereits die Zweite dieses Jahr, was geradzu einem Rekord gleich kommt. Denn in den letzten Jahren kamen meist insgesamt nur 2 Touren zustande. Aber nun hab ich ja, dank Robert, ein tolles neues Fahrrad. Okay… Es ist noch nicht perfekt, wie wir bei der ersten Fahrt festgestellt haben. Wobei „wir“ trifft es nicht ganz. „Ich“ wäre da angebrachter. Um es noch detaillierter zu gestalten: mein Hintern. Ich konnte die ganze Woche danach nicht sitzen oder liegen oder laufen. Aber wenn ich mich ruhig in eine Ecke gestellt hab, dann ging’s. Ich konnte es ja auch nicht bei einer kurzen Probefahrt belassen, nein. Madame mußte ja direkt wieder 30 km fahren. Diesmal war ich aber klüger bzw. die Ruhr hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn die hat stellenweise immer noch Hochwasser, weshalb wir relativ früh umgedreht haben. Nicht unbedingt die schlechteste Idee, denn der neue Sattel ist auch noch nicht das Wahre. Jetzt überlege ich mir, doch einen gepolsterten Damensattel zu holen. Aber das sähe auf meinem coolen Rad bestimmt seltsam aus… Merken: bei Gelegenheit Foto machen und einstellen. Wie auch immer, jetzt werd ich schön die Füße hoch legen, die Simpsons gucken, in Kamille baden gehen und dann zu Abend essen. Und dann völlig entspannt den Montag erwarten. Mal sehen was die Woche so bringt. Die letzten waren ja doch sehr spannend, aber das gehört hier nicht rein *zwinkert*

Deutschland liegt im Sterben

Es ist unfaßbar… Ich bin sprachlos… Zu welchen unqualifizierten Äußerungen manche Menschen doch fähig sind… Und so was darf dann auch noch in die Politik. Aber mal von vorne: Es geht um die Aussage von Sally Kern, ihres Zeichens Abgeordnete im Staat Oklahoma. Ihrer Meinung nach zerstört „die homosexuelle Agenda“ das Land… Und Länder, die homosexuelle Lebensgemeinschaften vollständig annehmen überdauern nicht mehr als ein paar Jahrzehnte… Deshalb ist Homosexualität schlimmer als Terrorismus oder Islam… Hallo???? Wie bescheuert kann man denn sein?!?!?! Mal abgesehen davon, daß in dieser Aussage Terrorismus und Islam gleichgestellt werden. Das sagt doch auch schon wieder alles! Aber zurück zum Hauptthema: Welche Länder sind denn bisher verschwunden, nur weil gleichgeschlechtliche Paare akzeptiert worden sind? *Ironie ein* Oh mein Gott, sie sind schon in Vergessenheit geraten. Und sind wir die nächsten?! Oh verflucht, die Schwulen und Lesben werden uns überrennen und missionarisieren!!! *Ironie aus* So, das mußte jetzt mal raus. Ich werde meine Fassunglosigkeit nun in einem Putzwahn ertränken… *Kopf schüttelt und vor sich hin murmelt*

Jetzt ist sie weg

Donnerstag Abend war es so weit. Meine Waschmaschine mußte sich verabschieden. Ich hoffe sie findet auf dem Schrottplatz (oder wo auch immer) viele neue Freunde. Ich hab sie aber nicht allein los geschickt. Der Fernseher und der Wasserkocher haben sie begleitet. So wie ein Großteil meiner Wäsche, die immer noch verschollen ist. Sie wird sie also wirklich gefressen haben. Ich habe keinen Tunnel nach „Sonstwo“ gefunden. Aber wie heißt es so schön: Ein bißchen Schwund ist immer… Und wenigstens hat sie keine Szene gemacht, wie es bei einer Trennung ja sonst so häufig passiert. Im Gegenteil. Die paar Minuten, die sie mit ihrer Nachfolgerin verbracht hat, scheinen schon für eine Verbündung gereicht zu haben. Oder die neue Maschine spürte einfach die „böse Präsenz“. Sie weigerte sich nämlich hartnäckig den Platz ihrer Vorgängerin einzunehmen und die beiden Herren, die mir die Waschmaschine geliefert haben (Herzlichen Dank nochmals!) haben einige Blessuren davon getragen. Aber gestern und heute wurde gewaschen. Und sie macht ihren Job gut. Bisher ist meine Kleidung unversehrt, niemand wandert und sie verhält sich ruhig. Ist das schön wenn man die Musik nicht mehr bis zum Anschlag aufdrehen muß, nur weil die Waschmaschine arbeitet. Ich glaube, wenn sich Hoover erst mal eingelebt hat, können wir wirklich gute Freunde werden. Meine einzige Angst ist jetzt nur noch, daß die neuen Heizungen, wenn sie denn ab Mai irgendwann kommen, eine neue Revolution starten…

Freiheit, du hast mich wieder

Diese Geschichte ist so unglaublich, daß ich sie ohne Probleme hier rein schreiben kann ohne mich schämen zu müssen. Denn glauben wird es eh keiner… Außer den Leuten, die mich wirklich kennen. Also, auf geht’s, mein Tag am Dienstag:

Als die Frau im Bus zusammengebrochen ist und ich panisch Plan B mit meinem Fahrgemeinschaftskollegen am Telefon durchsprechen mußte, hätte mir schon klar sein müssen daß ich besser wieder nach Hause gefahren wäre. Plan B funktionierte aber erstaunlich gut („Bleib wo du bist, ich hol dich ab!“) und wir kamen noch pünktlich zur Arbeit und selbige gestaltete sich auch erstaunlich friedfertig. Niemand der was zu meckern hatte oder sonst irgendetwas das einem den Tag vermiesen könnte. Ergo hielt ich an der eigentlichen Tagesplanung fest und traf mich kurz vor sechs mit Sonja am Hbf um ne Kleinigkeit zu essen und dann zu einem Treffen der Medica Mondial zu fahren, das in Duisburg stattfinden sollte. Die kleine Gruppe (wir fangen gerade erst an) traf sich in der Praxis einer der Initiatorinnen. So weit kein Problem, bis ich zur Toilette mußte, was ja eh mein Steckenpferd ist. Das Klo befand sich eine Etage tiefer und hatte einen separaten Schlüssel. Mit diesem machte ich mich auf eine, wie ich noch nicht wußte, aufregende Reise. Eine Etage tiefer angekommen steuerte ich zielstrebig auf die Tür zu, die mir als sinnvoll erschien (eine einfache Holztür, deren Schloß auf den ersten Blick zu dem Schlüssel zu passen schien) . Ich versuchte die Tür aufzuschließen, scheiterte aber. Bevor man den Schlüssel abbricht überdenkt man im Allgemeinen die Alternativen. Da war noch eine zweite, eine Glastür, die offen war. Vielleicht verbarg sich dahinter ja noch eine Holztür. Voller Harn Tatendrang betrat ich das Dunkel, das hinter der Tür lag und suchte einen Lichtschalter. Nur um festzustellen daß dieser nicht funktionierte. Das machte mich stutzig. Mittlerweile hatten meine Augen sich an die Sichtverhältnisse angepaßt und eine Erkenntnis traf mich hart: Ich befand mich in einer leer stehenden Wohnung. Soweit kein Grund zur Panik. Ich hatte nichts kaputt gemacht und keiner hatte mich gesehen. Also schnell wieder raus und nochmal mein Glück an der Holztüre versuchen. Denkste. Folgendes Szenario: Ich stehe, immer noch in der Wohnung, vor der Glastüre und greife nach der Klinke. Ins Leere. Keine Klinke. Ich versuche an der Tür zu ziehen. Nichts tut sich. Ich kichere hysterisch. Rappel nochmals an der Türe. Immer noch nichts. Ich kichere wieder, diesmal weil ich mir meinen Blick vorzustellen versuche. Und die Blicke der anderen, wenn sie um halb neun, also wenn das Treffen vorbei sein sollte, die Treppe runter kamen und mich hinter der Glastür fanden. Die Wartezeit vertrieb ich mir mit Plänen zur alternativen Flucht aus meinem Gefängnis. Aus dem Fenster klettern war unmöglich, da ich mich in der 2. Etage befand. Scheibe einschlagen würde nur Verletzungen bringen und empfand ich als unnötige Zerstörung. Ich könnte auch auf einen Schlüsseldienst warten. Nach ca. 10 bis 15 Minuten kam Sonja die Treppe runter und fand mich fröhlich winkend hinter der Glasscheibe sitzend. Für ein Foto von ihrem Blick würde ich auch zahlen. „Was tust du da?“ „Sitzen.“ „Ja, das seh ich. Aber warum?!“ „Ich komm hier nicht mehr raus…“ Ungläubiges Schweigen. Dann Rappeln an der Tür. „Wie hast du denn DAS geschafft? Ach egal, ich geh mal fragen ob die noch nen Schlüssel haben.“ „Okay, ich warte hier…“ Die Praxisbesitzerin kam runter. „Was machst du denn da? Das ist doch nicht das Klo!!!“ „Ach?“ Dann großes Berratschlagen. Wie sollte man mich da raus bekommen. Natürlich hatte sie keinen Schlüssel zu der Wohnung. Der Hausmeister wurde angerufen, aber er hatte schon Feierabend und wohnte in Oberhausen, was Grund genug für ihn war, mich hinter der Tür versauern zu lassen. Angeblich hatte jemand anderes im Haus einen Schlüssel für die Wohnung. Da es sich um ein Ärztehaus handelte, war dieser Jemand aber natürlich auch nicht mehr da… Der Hausmeister wurde wieder angerufen und sein Lösungsvorschlag war, die Scheibe einzuschlagen. Ungläubige Blicke von unserer Seite. Einen Schlüsseldienst würde die Versicherung nicht bezahlen, also sollten wir doch bitte gefälligst endlich die Scheibe einschlagen. Bevor wir uns zu dieser Tat durchrangen streunte ich durch die Wohnung auf der Suche nach einer Klinke. Ich fand ne Menge Türen, mit vielen Klinken, aber keine wollte sich von der zugehörigen Tür lösen. Auch einen Notausgang hab ich gefunden. Dieser war verschlossen. Für einen Notausgang immer ne praktische Sache… Mittlerweile hatte die Heilpraktikerin und Psychologin einen Hammer aus ihrer Praxis geholt. Mit diesem schlug sie, nachdem ich mich in Sicherheit bringen sollte, voller Kraft auf die Scheibe ein. Der Erfolg war ein kleiner Kratzer. Hysterisches Kichern aller Anwesenden… Um es kurz zu machen. Die Damen wechselten sich mit der Hämmerei ab und nach einer halben Stunde hatten sie das Sicherheitsglas endlich so weit durch, daß ich in den Hausflur kriechen konnte. Tja, was soll ich sagen. Medica Mondial hilft wirklich Frauen in Not. Ich werde mir allerdings ein weiteres Treffen angucken müssen um entscheiden zu können, ob ich da mitmachen will oder nicht.

Und für die Herren meiner Leserschaft: Jetzt wißt ihr endlich, warum Frauen immer zu Zweit auf’s Klo gehen…

Rosa, Pink und andere Katastrophen

Mein Geburtstag ist vorbei, doch die Midlife-Crisis geht weiter. Nicht daß die Kollegen auf liebevolle Art versuchen würden mich mein Alter vergessen zu lassen: „Jetzt darfst du endlich wählen gehen“ oder „Juhu, du bist volljährig!“ Aber durch dieses verdammte Fotos einkleben und viele andere Erinnerungen bei denen ich immer häufiger sagen kann, daß die Ereignisse bereits 10 Jahre zurück liegen, wird es nicht wirklich besser. Auch die Zivis, die jeden Montag von ihren alkoholischen Exzessen erzählen drängen mich immer weiter in die Krise. Ich weiß nicht wie oft ich mich habe sagen hören: „Als ich in eurem Alter war…“ Es ging Samstag Morgen auch direkt damit los, daß ich schwieriger als sonst aus dem Bett kam und meine Hüften ließen beidseits ein lautes Knacken verlauten. *seufzt* Was tut Frau in so einer Situation? Richtig, sie geht shoppen.

Ich hatte mir also bei Ebay dieses Unterwäsche-Überraschungspaket bestellt. 12 Slips für 9,90 €, da dachte ich mir: das Risiko gehst du ein. Und ganz ehrlich. Es hat sich auf diverse Arten bezahlt gemacht. Zunächst mal die Freude Geld auszugeben. Dann der Lachflash als mir als erstes ein pinker (NEONpink) Slip aus dem Paket entgegenfiel. Dann die Blicke meiner Freunde/ Verwandten als ich besagten Slip rumzeigte. Natürlich ohne meine Person darin. Naja… bei den meisten jedenfalls. Dann mein Lachflash als ich die Dinger anprobiert habe. Und natürlich der Blick… ach lassen wir das! Alles in allem also ein Erfolg.

Mein Geburtstag kam und brachte eine Menge Geschenke. Irritierend fand ich, daß alles an diesem Tag rosa war. Angefangen bei Geburtstagskarten (teilweise plus Glitzer), über Geschenkpapier und Geschenkband bis hin zu der Verpackung der Schokolade… Gut, ich erinnere mich vage daß rosa mal meine Lieblingsfarbe war, aber das ist doch schon mindestens 15 Jahre her. Damit wären wir wieder bei der Krise. Ich ertränkte selbige in Wein und genoß den weiteren Verlauf des Tages und des Abends.

Montag war ich dann wieder einkaufen. Diesmal „nur“ eine Speicherkarte für das Handy. Und schon wieder will die Technik mich ärgern. Es handelt sich um eine 2 GB-Karte, die sich aber gerade mal zur Hälfte füllen läßt… Ich sollte vielleicht doch einfach erst die Bedienungsanleitung lesen und dann loslegen. Ich vermute mal, das Teil muß vor Benutzung formatiert werden oder ähnliches. Warum sollte es auch gleich einsatzbereit sein? Meinen Frust habe ich mit dem extremsten Putzwahn ever beseitigt. Ich habe sogar die Fenster geputzt!!! Ich!!! Jahaaaaa!!!

Dienstag war ich wieder einkaufen. Diesmal mit Juvi. Und wir waren abends noch lecker essen und haben uns über diverese Dinge ausgetauscht, die so privat sind, daß sie hier leider nix zu suchen haben. Dabei ist es alles soooo aufregend!

Mittwoch war ich wieder zu meinem Lügen auf Spanischkurs. War wie immer spaßig. Vor allem die Hinfahrt. Ich hatte mir ein Auto geliehen und mir vorher natürlich eine Wegbeschreibung ausgedruckt. Ich habe es trotzdem geschafft mich zu verfahren und genau aus der entgegengesetzten Richtung anzukommen… Ich vermute einen Racheplan des Computers. Der Rückweg war dann wesentlich simpler und vor allem war es sehr angenehm mal vor elf Uhr im Bett zu sein, zumal die ganze Woche recht schlaflos verlaufen ist.

Donnerstag: shoppen.

Freitag: endlich entspannen. Ich war dermaßen am Ende, daß ich mich direkt nach der Arbeit ins Bett gelegt hab. Gegen 19 Uhr bin ich nochmal aufgestanden um etwas zu essen. Die Entscheidung, was ich denn esse und dann der eigentliche Kochvorgang haben bis 22 Uhr gedauert… Danach bin ich wieder ins Bett gegangen und hab bis heute „morgen“ um 12 Uhr durchgeschlafen. Das hat mal gut getan!

Heute: wieder shoppen. Und ich sag es nochmal: Da läuft eine Verschwörung. Die DVD (Scrubs, Staffel 5) ist überall ausverkauft…