One Of These Days

Senara’s (entspannte) Meckerecke

Hochseil-Artistik in Duisburg

Irgendwas mache ich mit meinen Wochenenden falsch. Ich sollte mich doch eigentlich erholen, stattdessen war ich heute im Hochseilpark in Duisburg (nachdem ich letztes Wochenende 2 Nächte in einem Kleinwagen geschlafen habe). Ein großes Abenteuer, das schon mit der Hinfahrt begann. Ich habe mir extra eine Verbindung raus gesucht, mit der ich eine halbe Stunde vor dem vereinbarten Termin da sein sollte. Da Essen aber aufgrund seines Status‘ als Kulturhauptstadt 2010 eine einzige Großbaustelle ist lief das nicht so wie geplant. Nachdem 5 Mal die S3 an mir vorbei rauschte, kam auch endlich mal die S1 in die geplante Richtung. Mit ca. 15 Minuten Verspätung, wodurch ich den Bus um 2 Minuten verpaßte. Der nächste fuhr ne halbe Stunde später. So weit so gut. Im Bus saß mir ein alter Mann gegenüber, der ein Gesicht machte wie… naja, sagen wir mal Hulk sah vergleichsweise freundlich aus. Er mischte sich auch direkt in alle Gespräche ein und beschwerte sich lauthals daß eine Dame im Bus telefonierte. Daraufhin zückte ich erst mal mein Handy um Bescheid zu geben daß ich fast da wäre. Keine fünf Minuten später erfuhr ich dann den Grund für die schlechte Laune des Alten. Er schob sich den Daumen bis zum Anschlag in die Nase und förderte einiges zutage, daß er dann zur Hälfte an seinem Gehstock abwischte. Den Rest hatte er noch am Riechkolben kleben, was ihn nicht sonderlich störte. Im Gegenteil, von da an grinste er nur die ganze Zeit. Als meine Haltestelle kam bin ich lieber freihändig zum Ausgang gewankt als mich irgendwo festzuhalten *schüttel* Anmerkung nebenbei: ich brauche gaaaaaanz dringend ein Auto!!!!

Der Hochseilpark selber ist schwer zu beschreiben. Bei der Einführung klang das alles noch ganz simpel und auch den Übungsparcours hab ich mit Bravour bestanden. Außerdem hab ich ja auf der Homepage gelesen daß man nicht zu sportlichen Höchstleistungen fähig sein muß. Und da der simplere Parcours voll belegt war, haben wir direkt den schwierigeren genommen. Ja. Für Anfänger ein total super Plan. Die Leiter bin ich noch hoch gekommen. Die erste Station dann schon geschummelt. Dann runter geguckt und erst mal Panik bekommen, weil ich nicht schwindelfrei bin. Aber war schon ein sehr geniales Gefühl nach jedem Hindernis festzustellen: „Alter, das hast du geschafft!“ Irgendwann staute es sich, weil jemand aus unserer Gruppe unter dem Surfbrett baumelte und nicht mehr weg kam. Ich hab aus dem Fehler gelernt und mich auf das Brett gesetzt damit ich nicht runter kippen konnte. Leider war ich an der falschen Stelle eingehakt und kam nicht mehr los. Aber mein persönlicher Held des Tages Tino kam zurück geklettert und hat mich los gemacht. Seine Arme sind zum Glück etliche Meter *hüstel* länger als meine. Der Rest der Strecke verlief reibungslos. Und Höhenluft machte Hunger, weshalb wir erst mal eine Grillpause einlegten. Während selbiger kam der glorreiche Spruch, der mir heute den Rest gegeben hat: „Wenn du den schweren Parcours geschafft hast, dann kannst du jetzt auch auf den Marathon mitkommen.“ Wie der Name schon sagt hat der Marathon 42 Stationen. Ich weiß nicht was mich geritten hat, aber ich hab mich breit schlagen lassen zumal man an einem Stahlseil über den Kanal gleiten konnte. Ich weiß nicht warum, aber die Vorstellung hat mich begeistert. Daß genau diese Stelle das Aus für meine noch nicht vorhandenen Kinder bedeuten würde, ahnte ich nicht. Bis dahin war auch alles ganz locker. Streckenweise etwas langatmig, aber nett. Dann nahm ich Schwung und glitt über den Kanal hinweg. Kam aber nicht auf der anderen Seite an, was an privaten Stellen zu ner Menge Schmerzen führte. Selbige hinderten mich wiederum daran mich bis zum Ende durchzuhangeln… Ein Teufelskreis. Ich bin aber gerettet worden und der nächste Ausgang war dann zum Glück auch unserer. Soviel steht jedenfalls fest: Ich werde sehr gut schlafen! Am besten direkt bis zum nächsten Wochenende…

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