One Of These Days

Senara’s (entspannte) Meckerecke

Der unnatürlichste Hund aller Zeiten

… oder meinetwegen der stadtlichste Stadthund… unfassbar, ehrlich. Da denkt man sich als gute Hundemami: hey, du hast den Hund hier, du hast ein Auto zur Verfügung, fahr doch mal Richtung Wald und Wiesen. Gedacht, getan. Und wenn ich schon mal die Chance habe in Wäldern rumzustreuen, dann gehe ich auch gerne mal abseits der Wege. Das erinnert mich unter anderem an meine Kindheit, wo ich mich auch häufig in Büschen und Sträuchern aufgehalten habe. Aber zurück zum Thema. Wir sind also gerade auf einem schönen Trampelpfad etwas abseits vom eigentlichen Weg, der schon mit ein paar kleinen Baumstämmen überlagert ist. Da kommt schon die erste Schwächeattacke von Spike. Aber so gerade eben kann er über die Stämme rüber hopsen. Versteht das nicht falsch. Diese Dinger waren gerade mal so dick wie mein Unterarm und dieser Hund kann aus dem Stand auf meine Couch springen. Nur zur Erinnerung. Wie dem auch sei, der Pfad wird immer schmaler und verwucherter. Genauso wie ich es mag. Da plötzlich winselt etwas hinter mir. Da hat sich der vertrottelte Hund in einem Stachelbeerenstrauch verfangen. Nix schlimmes, das Zeug bürstet ihn quasi nur, aber das war schon zu viel. Natürlich hab ich ihn sanft los gemacht und weiter gings. Die treue Seele… Plötzlich fanden wir uns auf einer großen Wiese wieder, am anderen Ende ein bestelltes Maisfeld. Da hab ich den Kleinen mal von der Leine gelassen. Jeder normale Hund wäre wie ein wilder rumgetollt. Zehn Meter hat die Fußhupe geschafft. Dann haben ihn Disteln und Brennesseln heimtückisch umzingelt. Ist ne fiese Sache, geb ich zu. Ich wollte ihn aus diesem Bereich schnell raus lotsen, aber was macht er?! Bleibt im Unkraut stehen. Und heult. Ich denk, na komm, lock ihn mal mit Fressen. Nee, war nicht. Der hat gebellt und gemacht und getan, aber sich keinen Zentimeter aus dem Zeug raus bewegt. Was tut die gute Hundemami da? Richtig, sie geht zurück und trägt das Stinktier raus. An einer anderen Stelle sind wir dann zurück in den Wald. Ich über und unter Stacheldraht und Maschendraht durch. Hab ich geheult deswegen? Nein. Naja, wir mußten wieder durch Gestrüpp. Oder… weniger Gestrüpp als abgebrochene Zweige und Äste auf dem Boden. Alles total easy eigentlich, aber hat der Kleine da einen (Balance)Akt draus gemacht… Unfaßbar. Aber tapfer geschlagen hat er sich da 😀 Hab ihn auch kräftig gelobt für das Balancieren. Sah sehr elegant aus *kichert* Jedenfalls steht jetzt fest: jeder manikürte Königspudel wird sich im Wald wohler fühlen als dieser batteriebetriebende Asphalt-Liebhaber… Und ich dachte schon ich wäre die letzten Jahre zu ner Stadtpflanze mutiert, aber da bin ich ja noch ein totales Naturkind gegen 😀 Aber weil Spiky so tapfer war darf er gleich auf der Couch mit kuscheln und die Simpsons gucken. Und mit etwas Glück bekommt er ein Stück Lasagne. Und ich werd mir für die nächste Tour schonmal ein Kamerateam ordern…

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1 Kommentar»

  Maddin wrote @

die geschichte hier find ich auch mal sehr genial.
ich find du schreibst sehr angenehm und locker.
willst kein buch schreiben?

lg M


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