One Of These Days

Senara’s (entspannte) Meckerecke

Dublin im Mai oder Das wandelnde Lazarett

Regen…

Das kenn ich ja schon…

Aber nicht mit Schuhen die ein Loch in der Sohle haben…

Ankunft am 18. Mai am Dubliner Flughafen. Ich stelle fest daß der Flughafen größer geworden ist, aber ansonsten meinen Erinnerungen entspricht. Sowohl Heike als auch ich hatten nur Frühstück (2 Scheiben Brot) und selbiges war ca. 5 Stunden her. Gefühlt allerdings mindestens 8 Stunden. Wie dem auch sei, bevor wir uns den AirLink geschnappt haben mußten wir natürlich etwas essen und Dank meines bereits erwähnten grandiosen Gedächtnisses hatten wir unsere gewünschte Fast-Food-Kette auch bald gefunden. Ebenso die Bushaltestelle, die sich glücklicherweise auch noch am selben Platz wie vor 6 Jahren befindet. Was allerdings neu war: der Ticket-Automat. Den mußte ich sofort testen, was zu einem sehr schweren Portemonaie führte. Anscheinend zahlt in Irland keiner mit 2 € Stücken. Ich bekam mein Wechselgeld (auf 20€) in 1€ – und 50Cent- Stücken… Das Ticket kostet übrigens 6€…

Die Busfahrt und der Verkehr im allgemeinen ist auch noch wie früher. Mit dem Unterschied daß Irland jetzt von Meilen auf km/h umgestellt hat. Über das Hostel möchte ich nichts sagen, nur daß es selbst meine Erwartungen unterboten hat. Ich sag nur so viel: es wird renoviert und umgebaut, aber darüber verliert man auf der Homepage kein Wort… Wir waren also jeden Morgen so gegen acht Uhr wach. So viel zum Thema, daß ich im Urlaub meine Augenringe vernichten möchte… Aber sei’s drum. Den ersten Abend wollten wir ruhig verbringen. Nachdem wir uns also erst mal in der Gegend umgeschaut hatten bzw. ich meine Dublin-Straßen-Kenntnisse aufgefrischt hatte, nahmen wir den ersten Pub, der uns über den Weg lief: „Mother Kelly’s“ Vielleicht hätten wir doch erst vorsichtig einen Blick rein werfen sollen, denn drinnen erwarteten uns ca. 5 Männer ab 60 Jahren aufwärts und der Kellner stellte uns als das neue „Mondayspecial“ vor. Nun ja… wir hatten einen ruhigen Abend gewollt… und bekommen. Zusätzlich zu dem Geheimtipp (naja…) doch einfach mal einen Abend im „Celts“ zu verbringen. Ein Insider-Tipp den wohl alle Touris irgendwoher bekommen, denn außer den dort Beschäftigten gab es irgendwie keine Iren in diesem Pub. Bis auf zweien, die uns dann auch spontan auflauerten während Heike und ich uns eine rauchten und noch darüber unterhielten, wie wir den Tag in der „Medieval-Area“ fanden. Plötzlich stand also dieser geradezu Parade-Ire neben mir, sagte „High Five“ und hielt mir die Hand zum einschlagen hin. Kleine Randnotiz: dies ist ein Vorgang, der auf der Arbeit täglich praktiziert wird und dementsprechend schon ein Automatismus. Als Folge befanden wir uns recht schnell in einem ziemlich witzigen und verwirrenden Gespräch, der Abend flog nur so dahin und dann wurden wir auch schon vom Kellner auf die Straße befördert. Unsere vorherige, durch viel laufen angehäufte Müdigkeit war dahin und die Jungs (Gregory und Daniel) hatten eh nicht vor uns schon nach Hause zu lassen. Also sind wir tanzen gegangen. Greg und Dan waren jetzt nicht die besten Tänzer unter der Sonne, aber haben sich genug bewegt um auch die Aufmerksamkeit der Umstehenden zu erwecken und uns Mädels zu bespaßen. War ein wirklich netter Abend, der damit endete daß auch dieser Laden zu machte und wir auf die Straße befördert wurden. Da es mittlerweile schon recht spät war und wir wußten daß die Handwerker uns um 8 Uhr wecken würden, haben wir uns für den Heimweg entschieden, auch wenn die Jungs gerne weiter gefeiert hätten. Was auch immer das bei den Iren heißen mag…

Mittwoch haben wir dann mal meine alte Heimat „Bray“ besucht und ich bin in völliger Nostalgie, Melancholie und was-weiß-ich-noch-alles aufgegangen. Jedes Mädchen daß potentiell im Alter meiner Au-Pair-Kinder war, wurde von mir genauestens beäugt, aber ich glaube ich habe keine von ihnen gesehen. Was jetzt auch nicht traurig war. So gegen 16 Uhr, pünktlich wie jeden Tag, zogen die Wolken auf um uns eine kleine Dusche zu verpassen, weshalb wir uns auf den Weg zurück zum „Dart“ machten, der uns wieder nach Dublin bringen sollte. Denkste! Es kam eine Durchsage, die ich mein Lebtag in Irland noch nicht erlebt habe. Wegen Überflutung der Gleise war die Strecke vorrübergehend gesperrt. Ich habe 8 Monate in Bray verbracht und somit auch einiges an Regen mitbekommen, aber DAS war das allerneuste und überraschendste von allem! Bis wir am Donnerstag nach Howth gefahren sind. Und im Hafen etwas entdeckt haben. Seehunde!!! Frei lebende, wilde Seehunde! Im Hafenbecken!!! Ich bin immer noch völlig perplex. Ich könnte schwören wir haben 2 Stunden da gesessen und Seehunde geguckt. Oder die Seehunde haben uns geguckt. Welche Variante jetzt eher stimmt soll egal sein, aber es war einfach der Wahnsinn. Genauso wie die Tatsache daß ich es an dem Tag geschafft habe mir einen Sonnenbrand zu holen. In Irland. Im Mai… Klar, 1 Woche Gran Canaria und ich werde kein Stück braun. 1 Tag Howth und sofort Sonnenbrand, der sich tatsächlich in Bräune umwandelt. Weitere Notiz an mich: Muß nach Howth ziehen.

Den letzten Tag, Freitag, haben wir dann mit typischem Touri-Shopping verbracht. Oder eher: ich habe Heike durch die Gegend geschliffen damit ich Touri-Shoppen kann. Jetzt endlich, nach 6 Jahren Wartezeit war ich so dekandent und habe mir ein „Ireland“ T-Shirt gekauft. Damit war dann auch der Rückflug nur halb so wild. Ich hatte mein Shirt, meine Salt And Vinegar Crisps und meinen Koffer voller Cadbury’s Schoki… Toller Urlaub 😀

Advertisements

No comments yet»

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: